Craniosacrale Körpertherapie
Alles Leben ist Rhythmus
Ursprung und Systematik
Die craniosacrale Körpertherapie ist ein Teilbereich der osteopathischen Behandlung und wurde 1939 durch den US-amerikanischen, osteopathischen Arzt William Garner Sutherland begründet. Sie geht aus von der Tatsache, dass Gehirn und Rückenmark in einem flüssigen Medium, dem "Liquor" schwimmen. Dieser hat einen eigenen Rhythmus ähnlich wie Atmung, Herzschlag und Lymphe. Er lässt sich überall am Körper tasten und spiegelt das Zusammenwirken aller Lebensäußerungen eines Menschen. Körperliche Beschwerden, psychische Konflikte und geistigen Prozesse zeigen sich in einem veränderten Rhythmus.
Fundamentales zur Behandlung
Behandelt wird der bekleidete Klient auf der Liege. Behandlungsschwerpunkt ist das craniosacrale System, das die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit nährt und schützt. Ein generelles Ziel der Behandlung ist es mit Hilfe differenzierter Behandlungstechniken, die gekennzeichnet sind durch die Anwendung von minimalstem Druck oder Zug, die pulsierenden Bewegungen des Liquor-Systems zu harmonisieren und zu stärken.
Die Wirkungsprinzipien
Durch die Lage im Zentrum des Körpers bewirkt die Craniosacrale Behandlung eine verbesserte Durchblutung und Ernährung aller Körpergewebe sowie eine größere Beweglichkeit der Muskelfaszien, der knöchernen Strukturen und der Gelenke. Klienten fühlen sich leichter, freier, beweglicher und im Fluss mit ihren Energien. Gestresste oder Menschen mit psychosomatischen Krankheitsbildern erleben in aller Regel eine tiefe Entspannung.
Einige Indikationen
Günstige Krankheitsverläufe durch die Anwendung von Craniosacral-Therapie sind gegeben bei folgenden Krankheitsbildern: Burnout-Symptome – Migräne – Kopf- und Rückenschmerzen – Stress-Symptome – Dysfunktionen der Kiefergelenke – Muskelverspannungen – Hyperaktivität und Teilleistungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen – Schwangerschaftsbeschwerden – Symptome, die das ZNS betreffen und Symptome nach Traumata.

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