Craniosacrale Körpertherapie
Wissenswertes
Über die Anfänge
Die Craniosacrale Therapie ist eine manuelle, alternativmedizinische Behandlungsform, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Osteopathie entwickelt hat. Der US-amerikanische, osteopathische Arzt William Garner Sutherland D.O begründete diesen Teil der Osteopathie. 1939 erschien sein Buch "The Cranial Bowl", 1951 das von ihm inspirierte Grundlagenwerk "Osteopathy in the Cranial Field". Die heutige Ausprägung als eine von der Osteopathie losgelöste Therapieform erhielt sie durch den Osteopathen John E. Upledger. (Craniosacral Therapy, 1983) Er reduziert das Behandlungskonzept der "Osteopathy in the Cranial Field" auf ein Konzept aus 10 Schritten.
Und sie bewegen sich doch! Die alte Streitfrage.
Auch nach der Grundlagenarbeit von Sutherland und seinen Schülern belegen zahlreich neue Studien, dass die Beweglichkeit der Schädelknochen gegeneinander auch beim Erwachsenen bestehen bleibt. Bewegungseinschränkungen zwischen Schädelnähten können Ursache von verschiedenen Symptomen sein.
Anatomische und physiologische Grundlagen
Ebenso grundlegend für die Craniosacrale Therapie ist die Tatsache, dass die rhythmische, unbehinderte Zirkulation der Gehirnflüssigkeit (Liquor) vom Gehirn bis hinunter zum Kreuzbein über den Duralschlauch für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen von zentraler Bedeutung ist: Denn die empfindlichen Nervenstrukturen werden durch den kontinuierlichen Rhythmus versorgt und geschützt, die in das System einbezogenen knöchernen Strukturen von Schädel bis Kreuzbein sowie alle beteiligten Gewebestrukturen, harmonisch bewegt. Zurecht wird in diesem Zusammenhang vom "Lebensatem-Rhythmus" gesprochen, denn er bleibt auch bei körperlicher Aktivität mit einer Frequenz von 6-12 Schlägen pro Minute konstant. Er lässt sich überall am Körper tasten und spiegelt das Zusammenwirken von Körper und Geist.
Die Schlüssel zu einer guten Behandlung
Die Craniosacrale Behandlung zeichnet sich durch sanfte Berührungen aus, die zu tiefer Entspannung und innerer Ruhe führen. Die Qualität der Berührung ist lauschend, damit sich der Rhythmus des Systems zeigen kann. Zielorte der Berührung sind vor allem Handpositionen an Kopf (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) der Zentralverbindung des Nervensystems. Zunächst geht es darum Informationen über den körperlichen Zustand zu sammeln. Wahrgenommene Rhythmus- und/oder Bewegungseinschränkungen werden durch spezielle Berührungstechniken aufgelöst. Dabei ist die Erkenntnis, dass schwache Impulse aktivieren und starke Stimuli eher physiologische Sperren verursachen, wichtig. Es geht darum den Körper und seine Potentiale in der Fähigkeit zur Selbstregulierung optimal zu unterstützen.
Raum schaffen für Gesundes ist das eigentliche Ziel
Durch das gezielte Beheben von Hindernissen der Hirnflüssigkeitsbewegung wird es der Lebenskraft ermöglicht, Störungen in normale Funktionen zurück zu bringen. Dabei wird der Patient nicht durch den Behandler geheilt, sondern es ist vielmehr der Organismus, der durch die Impulse der Behandlung zu einer Selbstkorrektur geführt wird.

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